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Das Team für Krisenintervention

Hintergrundinformation zum Sachbuch "Erste Hilfe für die Seele"

Sachbuch Erste Hilfe für die Seele

Das 1997 gegründete Kriseninterventionsteam (KIT) Hamburg, betreut Menschen unmittelbar nach seelisch stark belastenden Erlebnissen. Damit sind Ereignisse gemeint, die so schwerwiegend sind, dass sie von uns Menschen eine Anpassungsleistung verlangen, die unter Umständen unsere Kräfte übersteigt. Das ist in der Regel immer dann der Fall, wenn es um brutale Gewalt oder Existenzbedrohung und Tod geht. Solche Erlebnisse können bei jedem Menschen traumatisierend wirken. Das Kriseninterventionsteam leistet „Erste Hilfe für die Seele“ oder wie es deutschlandweit genannt wird: Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV).

Zur Website des DRK Kriseninterventionsteams: www.kit-hamburg.de

Wann kommt das KIT?

Die Polizei fordert uns regelmäßig zur gemeinsamen Überbringung einer Todesnachricht an. Wenn jemand im öffentlichen Raum, z.B. auf der Straße nach einem Verkehrsunfall, einen unerwarteten Tod gestorben oder einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen ist. Die Polizei fährt mit dem KIT so schnell wie möglich zu den Angehörigen, um sie persönlich zu informieren und zu betreuen. Wir werden von der Polizei gerufen, um Angehörige zu betreuen, wenn ein Familienmitglied Suizid begangen hat. Wir kommen immer dann, wenn Gewalt im Spiel ist. Ob es sich um ein Tötungsdelikt oder sexuelle Gewalt handelt, Raub-/Banküberfälle oder eine Geiselnahme. Die überlebenden Opfer und/oder deren Angehörige brauchen Unterstützung.

Manchmal stirbt jemand unerwartet im häuslichen Umfeld, und der zurückbleibende Partner oder die ganze Familie brauchen Hilfe in den ersten Stunden nach dem plötzlichen Tod. Wir werden zur Betreuung der Eltern nach dem Plötzlichem Kindstod (SIDS) gerufen. Ebenso sind wir bei Verkehrsunfällen mit schwer Verletzten oder Toten, für die Überlebenden und Augenzeugen da. Und wir sind zuständig nach Schadensereignissen mit zahlreichen Betroffenen (Wohnhausbrand, Flugunfall, Bahn- oder Busunglück) – was Gott sei Dank nicht so häufig vorkommt.

Wer sind die KIT-Helfer?

Das multiprofessionelle Hamburger-KIT-Team besteht aus Angehörigen der psychosozialen Berufe wie Psychologen, Psychotherapeuten und Pädagogen. Weiterhin Krankenschwestern, Rettungssanitäter und Polizisten. Darüber hinaus sind auch alle anderen Berufe erwünscht. Anders als in anderen KIT-Teams in Deutschland, setzen wir auf die Synergieeffekte die entstehen, wenn die verschiedenen Berufsgruppen ihr Fachwissen, ihre Kompetenzen und Kontakte zusammentragen. Wichtig ist eine gute und intensive Ausbildung in der KIT-Arbeit.

Wir arbeiten alle ehrenamtlich.

Daher ist unser Einsatz für die Betroffenen kostenlos! Und das ist gut so, denn es bedeutet:
Unbürokratische Sofort-Hilfe!